Präqualifizierungsstellen benötigen Akkreditierung

Am 16. Februar 2017 hat der Bundestag das Gesetz zur Stärkung der Heil- und Hilfsmittelversorgung (HHVG) beschlossen. Eines der Ziele der Reform ist es, die Versorgung mit Hilfsmitteln stärker an Qualitätskriterien auszurichten. Eine gesetzliche Neuerung: Die sogenannten Präqualifizierungsstellen benötigen als Kompetenznachweis zukünftig eine Akkreditierung der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS).

Derzeit können Apotheken, Sanitätshäuser, orthopädietechnische Betriebe und andere Anbieter von Hilfsmitteln („Leistungserbringer“) ihre grundsätzliche Eignung für Vertragsabschlüsse mit den Krankenkassen durch bundesweit rund 30 Präqualifizierungsstellen in einem unabhängigen Verfahren nachweisen lassen.

Durch die gesetzliche Neuregelung dürfen als Präqualifizierungsstelle im Bereich der Hilfsmittelversorgung zukünftig nur noch Zertifizierungsstellen für Produkte, Prozesse und Dienstleistungen tätig werden, die eine Akkreditierung der DAkkS vorweisen können. Grundlage dafür ist die international gültige Norm DIN EN ISO/IEC 17065:2013.

Mit Veröffentlichung des Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz – HHVG im Bundesgesetzblatt vom 10. April 2017 sind die Präqualifizierungsstellen verpflichtet, innerhalb von drei Monaten einen Antrag auf Akkreditierung bei der DAkkS zu stellen. Für den Antrag benötigt werden folgende Dokumente:

der ausgefüllte Akkreditierungsantrag (72 FB 001)
die Anleitung zum Ausfüllen des Antragsformulars (72 SD 003), die wichtige Hilfestellungen zum Antragsformular bietet
das zugehörige Formblatt Liste zur Beantragung des Akkreditierungsumfanges im Bereich Präqualifizierung Hilfsmittelversorgung (72 FB 005.35) für die Abgrenzung des Akkreditierungsbereichs
Fragen zur Akkreditierung von Präqualifizierungsstellen im Bereich der Hilfsmittelversorgung beantwortet die Abteilung 6 der DAkkS für Zertifizierungs- und Verifizierungssysteme.

dakks.de